4
Nov
2006

mein tag in kärnten



ich hatte endlich einen tag frei
also stand ich um 5.15h auf,
stieg um 6.ooh in die U
und um 7.ooh in den zug
war 2,5 stunden später in zeltweg
und 3 stunden darauf in wolfsberg/kärnten

bin im weißen bademantel (größe XXL), badeschlapfen (größe 44) mit hochgebundenen haaren in einem pipifeinen 4-sterne hotel an der rezeption vorbeistolziert und mit einer geborgten chipkarte in den wellnessbereich eingedrungen, hab auf zimmerkosten (nicht mein zimmer) gegessen, war im fitnessraum, hatte körperfett/anteilmessung und schlichtweg einen herrlichen nachmittag um mich anschließend mit...

nennen wir ihn z. zu treffen, von dem ich bis zum tag davor nicht wusste, dass er in wolfsberg wohnt und ihm seine kamera zurückgegeben.

dann bin ich wieder in den zug
und war 4 stunden später wieder in wien
hab mich mit der s-bahn verfahren
und 1,5 stunden später war ich in der wohnung

fazit: 11 stunden fahrtzeit,
4,5 stunden in kärnten

aber es war ein richtig schöner urlaubstag mit viel, viel zeit zum lesen, schreiben, musik hören und einfach entspannen.

- empfehlenswert

31
Okt
2006

informationsbeschaffung



auf der suche nach dem buch
war die subgruppe gebildet
das bier getrunken
und die glitzerkugel zertreten

auf der suche nach dem text
bin ich über schafe gestolpert
hab sie geschoren
und ihr herz gegessen

auf der suche nach dem satz
ist der magensaft gedunkelt
mehrmals wiedergegeben
und die endorphine an die 3. welt verschwendet

auf der suche nach dem wort
habe ich den zug gestoppt
ihn mit bomben verziehrt
und in die luft gejagt

auf der suche nach dem buchstaben
werde ich atome zerlegen
sie mit farben kathegorisieren
und ins meer kippen

27
Okt
2006

tag der offenen tür



"elli du bist ein schatz"

waren die schlussworte meiner chefin nachdem sie mir den gesamten dienstplan für die restlichen oktobertage durch den wind schlug und ich ausgerechnet am morgen nach der wohnungseinweihungsfeier um 1/2 8 in frische klamotten musste um einen 24- stunden dauernden dienst antreten zu können.

"pah ist mir schlecht"

waren die ersten gedanken als ich mich müde durch die nach 30 raucherlungen stinkende wohnung einen weg zwischen bier- und weinflaschen in die küche bahnte um dort meinen bauch haltend das fenster zu öffnen. erfolglos, ich nahm mir ein speibsackerl, eine kotztüte oder wie auch immer man das fachmännisch bezeichnet und tat die ersten unsicheren schritte in den morgen- mein einzig begleitender gedanke: in die u-bahn kotzen muss so peinlich sein.

"nein ich will noch nicht aussteigen"

dachte ich mir nach der 80 min. dauernden anreise. bisher waren die inneren worte immer- na endlich da.

"ich bin müde"

sang es stunde um stunde in meinem kopf und ich versuchte mich mit putzen der wohngemeinschaft bei blutdruck zu halten. als die kollegin sich netterweise nach meinem alkoholkonsum am vortag erkundigte meinte ich gelassen, aber nein ich könne das nicht, trinken und am nächsten tag so lange in der arbeit... und da musste ich wieder an meinen magen denken.

ich hab den tag und die nacht überstanden und aus ausgeschlafener entfernung und nach meiner ersten erfolgreich überstandenen plasmaspende muss ich sagen, es hat sich ausgezahlt. kathi hat sich an diesem abend ganz besonders an gastfreundschaft übertroffen. als mein cousin in der tür stand lief sie zu mir und meinte: elli da stehen zwei fremden menschen in der tür... sie begrüßte ihn dann mit: ah der nussschneckenmensch, 2 stunden später meinte sie ich solle doch alle fragen ob nicht jemand flaschendrehen möchte (was zu schreienden "die höhenluft tut mir nicht gut","schleichts euch alle raus", singenden "weust a herz host wie a bergwerk", "i´m a sexy boy"(hoppeln mit hasenohren von einem raum zum anderen) und romantischen menschen "ich hab mich in seine stimme verliebt" "bitte heirate mich" geführt) und als ich dann mit müdem körper die letzten menschen aus der tür ließ, war kathi schon eine stunde abgängig- das fiel uns aber erst auf als sich die ersten verabschieden wollten.

natürlich werden hier demnächst die ergebnisse der legendären wohnungspiele veröffentlicht und man darf gespannt sein!

23
Okt
2006

7 tage wien

100_2891

- ich hätte beinahe meinen job verloren
(hab vermutlich aus innerer abwehr dem gift gegenüber medikamente vertauscht und einer klientin schlaftabletten verabreicht)
-ich wurde von 3 männern angebraten
(2 davon waren über 50, der 3-e hat mir trübsalblasen an der donau verpatzt)
- jemand hat seine zahnbürste bei mir vergessen
(und ich dachte 2 tage lang es wäre die von kathi)
- ich bin ab heute blutplasmaspenderin
(und auch wenn die kathi glaubt das könne meine persönlichkeit verändern, ich steh auf nadeln und besser plasmaspenden als drogenabhängig werden müssen)
- der santi aus spanien ist da
(und hat uns sonne mitgebracht)
- ich hatte ziemlich einen sitzen
(das bescherte mir einen komaähnlichen schlaf und einen katersonntag der mich dazu trieb den nachbar um 17.ooh mit einem "guten morgen" zu begrüßen)
- mir wurde meine persönlichkeit erklärt
(assoziationen mit mir wären freundschaft und schön, ich bin über 300 jahre alt und vereine 2 personen: öffentlichkeitsgeil und verträumt)
- ich habe jemanden kennengelernt
(die keine windeln tragen muss, noch nie im KH war, nie einen kinderwagen bekommt und auf die noch ein ganzes leben wartet)
- ich hab als maskottchen versagt
(und auch als sozialarbeiterin aber ich finde drogensucht und alkoholabhängigkeit ist eine alternative zum wegräumen)
- jemand hat mir in der u-bahn erklärt ich hätte eine interessante aura
(und ich hab ihm das geglaubt)
- ich war im kino
(und um den weg zu finden zuerst in der touristeninformation)

100_2895

und weil´s in wien immer so aufregend ist und sich immer was tut und wir alle neugierig sind, haben wir beschlossen am MI einen tag der offenen tür zu starten:

Trotz bereits 50 Tagen Wien und Wohnung ist nicht alles perfekt bei uns (eventuell muss man mit Joghurtbechern als Weinglas rechnen) aber wir wachsen halt schon gereift in das Geschehen hinein (wir werden Kuchen backen). Für diesen Abend (das weiß die Kathi aber noch gar nicht, wird im Übrigen im Bad und in der Küche das Rauchverbot aufgehoben- jipie). Für weit Angereiste verlosen wir in den Morgenstunden Bodenschlafplätze (Schlafsack/ Matte mitnehmen), es wird Brettspiele geben und so lange der Nachbar es aushält Musik ausm CD- Player (so lange jemand auf „play“ drückt). Wer zur Zeit flüssig ist, wir freuen uns über Getränkespenden (die Elli hat noch keinen vollen Monatslohn erhalten).


Also wer lust hat melde sich und schaue doch vorbei... sonst melde ich mich dann sobald ich das kopfweh Do-s überwunden habe...

17
Okt
2006

gegen den willen- wunderschön



es war wieder sonntag morgen
und es war wieder r.
es sollte die anstrengenste und herausfordernste MTB-tour bisher werden
und es gab 100 gründe es nicht zu tun.

.mein zeh hatte durch einen nackten zusammenstoß mit dem von mir herausgestemmten und unverputzen türstock seinen nagel verloren und schmerzte
.das wetter war grau und nass und kalt
.es war sonntag morgen
.die anreise ohne auto anstrengend und kompliziert
.ich habe mich 20 km auf der autobahn und 2 km am radweg verfahren und rannte gefahr r. nie zu finden
.und der durchtrainierte mann den wir später auf dem radweg trafen meinte "hohenberg? aah, der zaht sie gaunz schen auffi..."

da war ich nun, verletzt, erfroren und demotiviert
der meinung maximal 400 der 800 höhenmeter zu schaffen
aber als wir dann die wolkendecke durchquerten und plötzlich alles unter uns im weißen meer verschwand wollte ich ganz hinauf
und es war genial
das wort schön hatte eine tränenbringende neue bedeutung
der himmel war himmel blau blau
das laub der bäume gelb orange rot gelb orange rot und für das auge kaum fassbar
die sonne schien uns die pullover weg
und unter uns nichts, außer dem ewigen meer von weißen wolken



ein wanderer neben uns versuchte seiner familie die umliegenden berge zu erklären und hatte dabei interessante erkenntnisse: "da vor uns was da rausschaut, das ist der goasbichl uund da unten das ist ein bauernhof..."



ich freu mich schon wenn ich mal kinder kriege, endorphine wirken, ich kann mich nicht mehr daran erinnern, dass irgendwas anstrengend gewesen wäre, bei der wohl letzten tour des jahres...



... der letzten und wahrlich schönsten.
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